Inhalt der Andacht

Andacht zum Thema: Ich will etwas Neues schaffen, jetzt wächst es auf!“

Der gesamte Ablauf mit erklärenden Bildern, insbesondere zu den Aktionen, kann hier heruntergeladen werden.

Poetry Slam:
Ich will euch eine Geschichte erzählen.
Eine Geschichte über mich,
aber irgendwie auch nicht über mich.
16 Jahre ist sie alt,
und lebt auf einer Insel halt.
Die Insel ist im Südpazifik.
Die Insel ist paradiesisch.
Die Insel ist ihre Heimat.
Ihr Vater ist der Häuptling des Volkes.
Und wie ein frischgebackener Schmetterling findet, sie heraus,
wer sie ist.
Die perfekte Tochter würde sie gerne sein,
auch ich folge immer wieder diesem Design.
Ich muss perfekt sein,
ich darf nicht staubbedeckt sein.
Sie steht auf dem Berg
und schaut hinunter auf das weite Meer.
Plötzlich merkt sie, dass da eine Sehnsucht in ihr steckt.
Es zieht sie wie magisch zum Meer.
Jetzt steht sie am Meer und fragt sich,
ist da noch mehr hinterm Horizont?
Es ruft sie immer wieder dieser laute Klang.
Wiegen tut er in ihr nicht nur ein paar Gramm.
Nun steht sie da und ruft:
Ich bin bereit!
Ist es noch weit?

Wer von euch kennt die Geschichte, die ich gerade als Poetry Slam vorgetragen habe?
Richtige Antwort: Vaiana
Genau dieses 16 Jahre alte Mädchen ist Vaiana. Wenn man sie auf der Insel sieht, dann hat man das Gefühl
eigentlich ist alles mehr als perfekt in ihrem Leben. Ihr geht es sehr gut, sie erlebt viel und doch merkt sie, dass
sie so nicht mehr weiter machen möchte. Am allerliebsten würde Vaiana über den Horizont hinaussegeln und
das Entdecken, was sie, bis langen nicht kennt. Genau so fängt sie nun an etwas zu verändern. Um das nun
Schritt für Schritt nachvollziehen zu können was bei dieser Veränderung passiert, habe ich euch was
mitgebracht.

Aufbauende Darstellung eines Neuanfangs (Aktion): Hier zum nachlesen.

Lied (singen und mit Gitarre und Kachon begleiten): Du machst alles neu (von „Feiert Jesus!“)

Input und Zusammenfassung der Aktion:
Manchmal da merke ich, wie Vaiana, dass es mir guttut, dieses alte, das was vergangen ist, an der ein oder anderen Stelle einfach mal zurücklassen. Ich lass das blaue Seil einfach enden. Ich dreh diesem Vergangenen einfach den Rücken zu und schau in eine andere Richtung. Ich schaue nach vorne.

Es kann sein, dass ich das Seil ablege, weil ich etwas erlebt habe, was mich zu dieser Handlung verleitet oder es ist einfach nur mein inneres Bauchgefühl oder vielleicht sogar ein unbewusster Gedanke.
Wenn ich dieses Alte kurz bevor ich es ablege, betrachte, dann fühlt es sich schon oft sehr schwer an. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich es zurücklasse. Aber ich denke das ist auch gut so. Und dann kommt, wenn wir uns nochmal an Vaiana zurückerinnern, schon die Idee einfach mal das andere Seil in die Hand zunehmen und mit diesem weiterzumachen. Denn irgendwie bringt genau dieses neue rote Seil  Abwechslung mit in mein Leben. Es bereichert mein Leben, es macht dieses bunter, zudem kann ich immer weiterwachsen und neue Erfahrungen machen. Langweilig wird es auf alle Fälle nicht, denn es gibt viel Neues zu entdecken, was dann noch vor mir liegt.

Ich darf ab jetzt ein Detektiv sein, ich darf mich auf diese Art Abenteuerreise des Neuen einlassen. Gehen wir in unserem Schema weiter, dann kommen wir an einem Punkt, den auch Jesaja schon sehr gut kannte.

„Hier bin ich, sende mich.“ Jesaja 6, Vers 8b

Jesaja sagt an dieser Stelle in der Bibel nichts anderes als was wir von Vaiana schon kennen: „Ich bin bereit!“ Er war bereit Gottes Sprecher zu werden, er war bereit für die Aufgabe, die vor ihm lag. Und dann gibt es noch einen tollen Satz den Gott zu Jesaja und somit auch zu dem Volk Israel gesagt hat: „Ich will etwas Neues schaffen, jetzt wächst es auf!“ Jetzt wird aus dieser Idee endlich Realität.

Es bleibt nicht nur ein Gedanke eine Idee, nein es wird jetzt viel sichtbarer und klarer in dem schon eher komplexen Prozess des Neuanfangs. Jetzt blüht es auf, diese Idee wächst nun. Stehe ich an dieser Stelle des Neuanfangs, so lasse ich mein altes Leben hinter mir und konzentriere mich somit voll und ganz auf das, was vor mir liegt.
Für mich ist das wie eine Blume, die aufwächst und größer wird. Jedes einzelne Blütenblatt dieser Blume ist ein Teil dieses Neuen. Diesen einzelnen, oft auch unterschiedlichen Blütenblättern stellen das dar, was ich bereits entdeckt habe. Bei Vaiana wäre es das, was hinter dem Horizont liegt. Vielleicht eine neue Insel, neue Tiere, die sie bis dahin nicht kannte oder einfach ein für sie noch unbekanntes Gefühl.
Doch das aller wichtigste bei einem Neustart, einem Neuanfang ist, dass man Mut hat diesen Schritt zu gehen und was zu verändern. Sei bereit dafür und hab keine Angst, es wird dein Leben bunter machen. Du lernst neues kennen, gewinnst neue Erkenntnisse und machst neue Erfahrungen. Das schönste dabei ist zudem noch,
dass du immer mehr eine wunderschöne Blume sehen wirst, die bei jedem Schritt, den du gehst, wächst und du dadurch immer mehr ihre Schönheit sehen kannst. Du hast etwas Neues erschaffen.

Lied (singen und mit Gitarre und Kachon begleiten): Privileg (von Samuel Harfst)

Gebet:
Herr,
wir danken dir, dass du uns auf unserem Lebensweg begleitest. Du bist immer bei uns und stehst als helfende Hand an unserer Seite. Immer mal wieder da verlassen wir unseren gewohnten Weg und beginnen neu. Sei du auch da bei uns. Hilf uns, dass die neue Blume, die dabei entsteht, immer weiter aufwachsen kann. Hilf uns, dabei nie den Mut und die Ausdauer zu verlieren. Wir bitten dich Herr, unser Gott, sei du bei uns, wohin uns unsere Wege auch führen. (nach Josua 1,9)
Halte deine schützende Hand über uns und gebe uns deinen Segen.
Amen


Hintergrunddetails:
– Die Andacht funktioniert gut im Stuhlkreis: Wichtig ist ein guter Blick auf die Gegenstände.
– Die Andacht dauert  ca. 30 min:

  • 8 min: Input, Begrüßung mit Einstieg und Gebet
  • 7 min: Lieder
  • 15 min: Aktion